Gallitzinberg


Impressionen Gallitzinberg Frühling 2017
2017_03_26


Gallitzinberg

Der Gallitzinberg oder Wilhelminenberg, umgangssprachlich Galiziberg (betont auf dem ersten i), ist ein Berg im Westen von Wien-Ottakring mit, je nach Auslegung (mit oder ohne Jubiläumswarte als Gipfel), 388 oder 449 Metern Höhe. Benannt ist der Gallitzinberg, vormals Predigtstuhl, nach dem russischen Botschafter in Wien, Demetrius Michailowitsch Gallitzin, der in den 1780er Jahren weite Besitzungen hier erwarb.
Die Bezeichnung Wilhelminenberg stammt von der späteren Besitzerin, Wilhelmine Montléart-Sachsen-Curland (Stiefschwiegertochter von Maria Christina von Sachsen-Kurland), einer Mäzenin in Ottakring (vgl. Wilhelminenspital). Da dem Wunsch des Fürsten nach Umbenennung von Gallitzinberg auf Wilhelminenberg amtlicherseits nicht entsprochen wurde, ließ er Tafeln mit der Aufschrift „Wilhelminenberg“ anbringen und erreichte somit eine indirekte Namensänderung. Es wurden sogar Zeitungsmeldungen initiiert, um diese Umbenennung durchzusetzen.


Jubiläumswarte


Die Jubiläumswarte ist eine Aussichtswarte auf dem Gallitzinberg am westlichen Stadtrand von Wien. Sie befindet sich in der Johann-Staud-Straße 80 auf der Vogeltennwiese im 16. Wiener Gemeindebezirk Ottakring auf einer Seehöhe von 449 Metern. Die Aussichtsplattform der Jubiläumswarte ist frei zugänglich, in den Wintermonaten ist sie jedoch geschlossen.
Auf der Aussichtsterrasse in 31 Meter Höhe über Grund (480 m ü. A.) hat man einen guten Rundumblick nach Westen über den angrenzenden Wienerwald und nach Osten über das Wiener Stadtgebiet.
Im August 1898 wurde auf der Vogeltennwiese anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. ein hölzerner Turm errichtet. Noch im selben Jahr wurde diese „Kaiser-Jubiläums-Warte“ von einem Sturm umgefegt. Die Eröffnung des neuen Turmes wurde am 6. Juli 1899 von Bürgermeister Karl Lueger vorgenommen.
Am 2. Dezember 1900 wurde neben dem Turm eine Schutzhütte eröffnet, die bald beliebtes Ausflugsziel wurde. Im Zweiten Weltkrieg und den darauf folgenden Jahren begann der Turm zu verfallen und wurde 1952 gesperrt. Auch das Gasthaus hatte inzwischen seinen Betrieb eingestellt. Im Jahr 1953 wurde beides abgerissen. Der Neubau der Warte wurde 1955 begonnen und am 7. September 1956 erfolgte die Eröffnung durch Vizebürgermeister Karl Honay und Stadtrat Leopold Thaller. Der neue Bau kostete 320.000,– Schilling (umgerechnet nach Lebenshaltungskostenindex entspräche das rund 142.000 Euro). Als Baumaterial wurde Beton gewählt, ausgerüstet mit stahlarmierten Pfeilern.
Gleichzeitig errichtete die Kahlenberg AG am Fuße der Jubiläumswarte eine moderne Gastwirtschaft. Im Jahr 1982 wurde die Warte um zwei Millionen Schilling umfassend renoviert. Nach dem Tod des letzten Pächters im Jahr 1995 blieb das inzwischen baufällig gewordene Ausflugsgasthaus geschlossen. Das Gebäude wurde renoviert und am 8. Mai 1998 als „Wiener Waldschule“ des Forstamtes, der Magistratsabteilung 49, eröffnet.


Waldschule Ottakring


Die Waldschule Ottakring ist eine der beliebtesten Umweltbildungseinrichtungen Österreichs. Sie bietet Wiener Schulkindern die Möglichkeit, gemeinsam mit einer Försterin oder einem Förster der Stadt Wien die Geheimnisse des Ottakringer Waldes zu erforschen.
Ein Waldschultag dauert von 9 bis 15 Uhr. Das Programm und der Tagesablauf werden von den Försterinnen und Förstern der Stadt Wien individuell gestaltet. Die Waldschulexkursionen werden im Rahmen des Projektes „EULE“, dem Umweltbildungsangebot der Stadt Wien, kostenlos angeboten.

Quelle:
Gallitzinberg
Jubiläumswarte
Waldschule Ottakring


Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


@