Kurpark Oberlaa


Impressionen vom Kurpark Oberlaa Mai 2017
2017_05_01

 


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Kurpark Oberlaa

Der Kurpark Oberlaa ist eine Parkanlage im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten, am Südosthang des Laaer Berges bei Oberlaa. Seine Fläche beträgt rund 860.000 m². Gartenbaudenkmale, Wegsysteme und künstliche Bodenformationen stehen unter Denkmalschutz.
Nach dem großen Erfolg mit der „Wiener Internationalen Gartenschau 1964“ (WIG 64) im Donaupark im 22. Wiener Gemeindebezirk, wollte der Wiener Gemeinderat eine neuerliche Durchführung einer internationalen Gartenschau in Wien. Das ehemalige Ziegel-Areal am Südosthang des Laaer Bergs, das auch als Drehort von Monumentalfilmen der Stummfilmzeit gedient hatte, wurde durch Zukauf von Gärtnereigelände und von Weingärten arrondiert. Es bot sich als idealer Ort für das Projekt und die damit verbundene Errichtung einer Großgrünanlage an. Bereits seit 1969 gibt es bei den Oberlaaer Schwefelquellen einen Kurbetrieb. Nach einem international ausgeschriebenen Wettbewerb, den der Frankfurter Gartenarchitekt Erich Hanke 1969 für sich entscheiden konnte, wurden Arbeitsgemeinschaften von Landschaftsarchitekten aus verschiedenen Staaten gebildet. Bei der Planung und Umsetzung wurden die besten Entwürfe aller Projekte vereint.
Die „Wiener Internationale Gartenschau 1974“ (WIG 74) wurde mit 2,6 Millionen Besuchern ebenso wie ihre Vorgängerin im Donaupark ein großer Publikumserfolg. Das Presseecho war zum Teil allerdings äußerst kritisch. Bekannte Architekten wie Gustav Peichl und Roland Rainer hätten eine Durchgrünung der Innenstadt vorgezogen, Rainer vermisste eine simple Fußballwiese. Eine im Park verkehrende Einschienenbahn erwies sich als Fehlinvestition und musste nach einigen Jahren abgebaut werden, ein daran anschließender Vergnügungspark zeigte sich von Anfang an defizitär. Die übrige Parkmöblierung erwies sich, wie auch im Fall des Donauparks, als nur begrenzt überlebensfähig. Dies betraf unter anderem den „Utopischen Garten“.
Ende 1974 wurde das Areal der Gartenschau schließlich in eine öffentliche Parkanlage umgewandelt, die breiten Zuspruch erhält. Weitere internationale Gartenschauen wurden allerdings von Wien nicht ausgerichtet, und der Trend der Folgejahre ging eher weg vom pflege- (und kosten-)intensiven Schaugrün zur naturnahen Gestaltung, wie im Bereich Erholungsgebiet Wienerberg.
Herausragend an der Geschichte des Kurparks Oberlaa ist nicht nur seine bis heute ungebrochene Beliebtheit, sondern auch seine Geschichte. Die vorangegangenen Nutzungen des Geländes sind untrennbar mit den Geschehnissen der Stadt Wien und gesellschaftlichen Umbrüchen verbunden, die bis dato von Bedeutung sind. Da ist es lediglich eine Randnotiz, dass der Park eine ehemalige Filmstadt sein Eigen nennen kann. In der „Filmstadt“ wurden in den 1920er-Jahren bekannte Stummfilme des Filmstudios Sascha-Filmindustrie gedreht, darunter der Monumentalfilm Sodom und Gomorrha und Die Sklavenkönigin.

Quelle: Wikipedia


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