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Impressionen vom Pötzleinsdorfer Schlosspark
2016_09_10


Pötzleinsdorfer Schlosspark

Der Pötzleinsdorfer Schlosspark (auch: Pötzleinsdorfer Park) ist eine Parkanlage im 18. Wiener Gemeindebezirk Währing.
Der Park ist ein Naherholungsgebiet und beliebtes Ausflugsziel. Dazu errichtet wurde eine große Lagerwiese mit Kinderspielplatz und Streichelzoo sowie eine Freiland-Voliere. Auf dem Areal befinden sich auch zwei kleine Fußballplätze. Der Park ist eingezäunt und wird ab Einbruch der Dunkelheit bis zum Morgen versperrt. Er gehört zu den bedeutendsten gartenarchitektonischen Denkmalen Österreichs und steht unter Denkmalschutz.
Im Pötzleinsdorfer Schloßpark besteht generelles Hunde- und Radfahrverbot. Gewarnt wird vor dem jahreszeitlich stark auftretenden Zeckenvorkommen.
Bereits seit den 1980er-Jahren gibt es im Pötzleinsdorfer Schlosspark ein Tiergehege. Im November 2013 wurde die neue, vergrößerte und modernisierte Tieranlage für Schafe und Ziegen eröffnet. Auf einer eingezäunten rund 2.000 Quadratmeter großen Grünfläche befindet sich nun genug Auslauf im Freien für die Tiere.
Die im Stil eines englischen Landschaftsgartens gehaltene rund 354.000 Quadratmeter große Anlage befand sich bis 1935 in Privatbesitz. Der Park wurde bereits im achtzehnten Jahrhundert durch Philippina von Herberstein angelegt und ab 1797 durch Johann Heinrich Geymüller neu konzipiert, und von den Gärtnern Konrad A. Rosenthal und Franz Illner ausgeführt. In den ersten Jahrzehnten des neunzehnten Jahrhunderts wurde der Park zum beliebten Treffpunkt und Sommerfrische für die Wiener Oberschicht. Nach dem Konkurs des Bankhauses Geymüller 1841 wurde der gesamte Besitz verkauft und hatte fortan wechselnde Eigentümer, die die Anlage verfallen ließen. Zuletzt befand er sich in Besitz des Möbelfabrikanten Max Schmidt, der ihn der Gemeinde Wien vererbte, welche ihn ab 1935 für die Bevölkerung öffnete.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände von Bomben getroffen und später teilweise für Schrebergärten genutzt. Mitte des 20. Jahrhunderts machte die Stadt Wien den Park öffentlich zugängig und im Juni 1949 in Anwesenheit von Bürgermeister Theodor Körner wiedereröffnet. Das Schloss wurde renoviert und nach Plänen des Architekten Roland Rainer zu einem Jugendgästehaus umgestaltet. Später zog die Internationale Schule, dann die Rudolf-Steiner-Schule ein.
Das Schloss ist heute vom Park weitgehend getrennt. Von den romantischen Einbauten im Park – Lusthäuser, Vogelhäuser, Belustigungsplätze und eine Badegrotte – sind einige bis heute erhalten.
Auf dem Hauptweg zum Schloss befinden sich vier Attikastatuen. Die Figuren auf den Pilastern der Attika des Wiener Ringtheaters, das sogenannte „Singende Quartett“ (Sopran, Alt, Tenor, Bass), haben den Brand des Ringtheaters am 8. Dezember 1881 um über 100 Jahre überdauert und stehen jetzt als Figurinen im vorderen Parkbereich. Sie wurden vom Architekten Emil von Förster 1874 auf dem Theater aufgestellt und nach dem Brand von Max Schmidt erworben und in den Park übergesiedelt.

Quelle: Stadt Wien und Wikipedia


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