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Impressionen vom Wüstenhaus
2017_08_24

 


Wüstenhaus

Das 1904 erbaute Sonnenuhrhaus, seit 2004 als Wüstenhaus geführt, ist das jüngste der vier Pflanzenhäuser im Schlosspark Schönbrunn in Wien. Sein jetziges Thema versteht sich als Pendant zum 2002 im benachbarten Tiergarten eröffneten Regenwaldhaus.
Das Wüstenhaus befindet sich außerhalb des Tiergarten Schönbrunn, direkt beim Eingang Hietzing vis-a-vis des Palmenhauses.
Ein Erlebnispfad führt durch authentische Wüstenlandschaften von Mittelamerika bis Madagaskar. Den botanischen Schwerpunkt bilden Kakteen und andere Sukkulenten (Saftpflanzen).
Gleich beim Eingang erwartet die Besucher ein besonderes Aquarium mit Rötlichen Saugbarben. Diese in der Türkei, Syrien und Jordanien heimischen Schwarmfische sind vielen als Knabberfische bekannt. In ihrem Verbreitungsgebiet werden sie bereits seit Jahrhunderten zur Therapie unterschiedlicher Hautprobleme eingesetzt. Mit ihren hornigen Lippen entfernen sie Hautschuppen feiner als jeder Laser.
Der Erlebnispfad führt die Besucher weiter in den neu gestalteten Höhlengang, wo sie auf spannende Höhlenbewohner treffen.
Neue Bewohner sind auch die in den USA und Texas heimischen Schwarzschwanzklapperschlangen, die bis zu 1,3 Meter lang werden. Wenn sie sich auf den beheizten Steinen im Wüstenhaus sonnen, kann man sie auf Augenhöhe betrachten.
Mehr als 35 Prozent der Landmasse der Erde sind von Wüsten, Wüstensteppen und Trockensavannen bedeckt. Die größte Wüste der Welt ist die Sahara. Mit mehr als 10,5 Millionen Quadratkilometern ist sie in etwa so groß wie Europa. Das Wüstenhaus beschränkt sich nicht auf das bloße Herzeigen einer Auswahl von Pflanzen und Tieren aus Trockenlebensräumen, sondern es soll in erster Linie Wissen vermitteln: über die Umweltbedingungen in extremen Lebensräumen, die den Organismen außergewöhnliche Anpassungsformen abringen und über die Überlebensstrategien der Tiere und Pflanzen. Ein weiterer Schwerpunkt: Der Mensch und seine Anpassung an das Leben in der Wüste – und wie die Menschheit unfreiwillig dazu beiträgt, dass es weltweit zur Bildung neuer Wüstenflächen kommt.
Das Sonnenuhrhaus wurde im Jahr 1904 nach Plänen von Alfons Custodis errichtet. Bis 1989 diente es als Gewächs- und Überwinterungshaus für eine wertvolle Sammlung von australischen und südafrikanischen Pflanzen. Von 1989 bis 1998 erlangte die westliche Abteilung dieses im Jugendstil erbauten Gewächshauses bei den Besuchern des Schlossparks als „Schmetterlingshaus“ große Beliebtheit. 1998 musste das Haus wegen Baufälligkeit geschlossen werden. Im Herbst 2000 begannen die Sanierungsarbeiten zur Umgestaltung des Gebäudes in ein „Wüstenhaus“.

Quellen:
offizielle Seite
Wikipedia
Schönbrunn
NÖ-Card


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