Seegrotte Hinterbrühl


Impressionen von der Seegrotte Hinterbrühl
2017_06_24

 


Seegrotte Hinterbrühl

Die Seegrotte ist ein ehemaliges Gipsbergwerk in der niederösterreichischen Marktgemeinde Hinterbrühl, ungefähr 15 km südlich von Wien, das heute als Schaubergwerk dient.
Die Seegrotte mit dem größten unterirdischen See Europas eine Touristenattraktion, 250.000 Menschen besuchen sie jährlich.
Teile der Grotte dienten 1993 als Filmkulisse für den Walt Disney Film Die drei Musketiere.
Im Jahr 2013 wurde von der amerikanischen Fernsehanstalt American Broadcasting Company die Seegrotte neben der Burg Kreuzenstein als Schauplatz für die Reality Show „The Quest“ ausgewählt.
Anlässlich des 80-jährigen Bestandes des Schaubergwerkes im Jahr 2012 wurde im Festsaal des Bergwerkes das Musical Der Mann von La Mancha inszeniert.

Großer See

Der „Große See“ befindet sich ca. 60 Meter unter der Erdoberfläche, welcher der größte unterirdische See Europas ist. Dieser hat eine Wasseroberfläche von ca. 6200 m² und ist im Durchschnitt 1,20 m tief. Die tiefste Stelle ist ein Schacht mit 12 m. Im Krieg waren diese Stollen leer gepumpt und man hat sie durch ständiges Pumpen trocken gehalten. Der See hat einen Zufluss aus sieben unterirdischen Quellen, aber keinen natürlichen Abfluss. Es werden jede Nacht ca. 50 bis 60 tausend Liter Wasser weggepumpt, damit der Wasserstand auf 1,20 m erhalten bleibt.

Festsaal

Die Besitzer des Bergwerkes hatten viel Grundbesitz und einige Weingärten. So ließen sie sich hier in 25 Meter Tiefe diesen schönen Keller bauen. Einmal im Jahr, am 4.Dezember, der Namenstag der hl. Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, wurde hier ein großes Fest gefeiert. Die Arbeiter wurden dann vom Eigentümer zum Essen und Trinken eingeladen.

Barbarastollen

Alle vier Jahre findet hier am 1. Sonntag im Dezember eine große Barbarafeier statt. Ein hoher Geistlicher zelebriert hier eine Messe zu Ehren der Bergleute. Der Kardinal von Wien war schon hier, begleitet von den Wiener-Sängerknaben.

Barbarakapelle

Die Barbarakapelle wurde von den Knappen im Jahre 1864 für die verstorbenen und verunglückten Kameraden errichtet und ihrer Schutzpatronin, der heiligen Barbara, geweiht.
Die beiden Buchstaben G + A stehen für den Bergmannsgruß: „GLÜCK AUF!“.

Museum

Hier werden verschiedene Grubenlampen und Gezähe ausgestellt, welche im damaligen Bergwerk verwendet wurden.

Flugzeugmodell

Hier sieht man ein kleines Modell und einige Teile von dem Flugzeug, das hier gebaut wurde.
Die HE 162 war eines der ersten Düsenflugzeuge der Welt. Im Bergwerk wurden nur Rümpfe gebaut. Diese hat man durch den Stollen hinaustransportiert, durch den die Besucher ins Schaubbergwerk gelangen. In der Nähe des Flughafens Wien-Schwechat hat man die Flugzeuge fertig gebaut.

Pferdestall

Das Bergwerk hatte einen eigenen Pferdestall untertage. Die Pferde haben die schweren, mit Gips beladenen, Wagen ans Tageslicht gebracht und eine Aufzugsmaschine, einen Göpel, gedreht. Die Pferde waren bis zu 20 Jahre hier im Berg und wurden dadurch blind.

Förderberg

Hier wurde das Erz mit Hilfe von Hunten, die von Pferden im Göpelraum gezogen wurden, zur oberen Etage befördert. Hunte die Material nach unten brachten, mussten umgekehrt von Pferden „gebremst“ werden.

Triebstollen

Vom Jahre 1848 bis 1912 hat man hier Grau- und Rotgips abgebaut, welcher in der Landwirtschaft als Düngemittel verwendet wurde. Der Hauptstollen hier hat eine Länge von 400 m. 80 Bergleute haben täglich 2-3 Waggon Gips durch diesen Stollen an die Tagesoberfläche gefördert.

Quelle:
offizielle Seite
Wikipedia


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