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Impressionen vom Pfaffstättner Kogel
2017_08_15

 


Pfaffstättner Kogel

Der Pfaffstättner Kogel (541 m) ist ein Gipfel des Bergstocks Anninger an der Thermenlinie in Niederösterreich.
Er ist der Hausberg von Pfaffstätten und ein Ausläufer des Anningers. Auf seinem Gipfel befindet sich die Rudolf-Proksch-Hütte und die Klesheimwarte. An seinem Südhang befindet sich die Einödhöhle eine jungtertiäre Brandungshöhle.
Überwiegend besteht der Pfaffstättner Kogel aus Karbonatgestein aus Mitteltrias – Unterkreide. Der Südhang und der Gipfel besteht außerdem aus Hauptdolomit.

Rudolf-Proksch-Hütte

Die Hütte befindet sich auf 541 m ü. A. am Pfaffstättner Kogel, einem Teil des Anningergebietes in der Gemeinde Pfaffstätten, Bezirk Baden.
Direkt an der Hütte (Pfaffstättner Postanschrift: Am Berg 391) befindet sich die am 12. Juli 1914 eröffnete, nach Anton Freiherrn von Klesheim, 1812–1884, einem Mitbegründer der Wiener Mundart, benannte Klesheim-Warte, ein 9 m hoher Eisenbau, an dessen Fuße eine Hütte eingebaut war, die bis zur Fertigstellung der Rudolf-Proksch-Hütte bewirtschaftet wurde.
Auf Ansuchen des Österreichischen Gebirgsvereins wurde 1925 unter dem damaligen Obmann Rudolf Proksch († 1925, Alter: 47; Großvater von Udo Proksch) die Bewilligung zur Errichtung eines Unterkunftshauses am Pfaffstättner Kogel erteilt. Am 11. Mai 1930 wurde der Bau feierlich eröffnet und ist seither als Gastwirtschaft ganzjährig bewirtschaftet. 2003 wurde die Hütte elektrifiziert und vorbildlich an das Abwassersystem angeschlossen. 2007 wurde am Grundstück ein Wald-Spielplatz errichtet.
In der Herbst-/Winterausgabe 2012/13 des Magazins Freizeit & Kulinarik wurde die Rudolf Proksch Hütte zur beliebtesten Schutzhütte Ostösterreichs gewählt; das Bergsportmagazin „Bergsteiger“ verlieh zweimal in Folge (Frühling 2013 / Sommer 2014) der Rudolf Proksch Hütte die Auszeichnung „Lieblingshütte“.

Einödhöhle

Die Einödhöhle, bis etwa 1890 auch „Fledermaushöhle“ genannt, ist die größte erhaltene jungtertiäre Brandungshöhle am Westrand des Wiener Beckens. Sie liegt auf 370 Metern Seehöhe am Südhang des Pfaffstättner Kogels bei Pfaffstätten, nördlich von Baden. Durch die erste Halle führt der Weg an der „zerfressenen Wand“ vorbei in den „Thronsaal“, über einige Stufen erreicht man die Trümmerhalle, die abenteuerlich geformte Gebilde aufweist. Die Fortsetzung führt am „Riesen Einöder“ und an der „Luckerten Wand“ vorbei durch das „steinerne Meer“ zum „Fledermausgang“, von dort am „Bärengang“ vorbei zum Ausgang, einem zweiten Brandungstor.
Die Höhle ist ein Naturdenkmal nach dem Landesnaturschutzgesetz mit Bescheid vom 13. August 1941 und Naturdenkmal nach dem Naturhöhlengesetz mit Bescheid vom 16. April 1949, Katasternummer ist die 1914/6.
1195 wird die Einöde erstmals im Zuge einer Schenkung an das Kloster Heiligenkreuz erwähnt. Wie bei vielen altbekannten Höhlen ranken sich einige Sagen um die Namensgebung. Die bekannteste davon besagt, dass Einhard, ein Mönch aus St. Gallen berichtete, dass ein riesiger Mensch die Einödhöhle als Wohnstätte auserkoren hat. Dieser angebliche Namensträger des Einödtales und der Höhle soll der riesige Krieger „Einöder“, „Ainöther“ oder „Einher“ gewesen sein, der im Awarenkrieg an der Seite Karl des Großen gekämpft haben soll. Dabei soll der Hüne in einer einzigen Schlacht so viele Feinde aufgespießt haben, wie sonst ein ganzes Heer. Sein angeblicher Unterschlupf befand sich jedoch nicht in der heutigen Einödhöhle, sondern in der „Großen Einödhöhle“ (1914/5), in der Nähe des ehemaligen Einödwirtshauses am Talgrund. Nach einem Deckeneinsturz in der Großen Einödhöhle wurde diese 1888 auf Grund drohender Einsturzgefahr gesprengt. Um den Namen „Einödhöhle“ zu erhalten, wurde die höher am Hang liegende „Fledermaushöhle“ mit diesem Namen versehen.

Quellen:
Pfaffstätten
Wikipedia


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