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Spaziergang im Schlosspark Laxenburg
2016-05-28


Schlosspark Laxenburg

Die weitläufige Parkanlage zählt zu den bedeutendsten historischen Landschaftsgärten Europas. Seit dem Mittelalter wurde sie auf die heutige Größe von 280 Hektar ausgebaut. Nach 1780 wurde der Schlosspark in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet.
Heute gehört der Park zu sehr beliebten Ausflugszielen der Wiener Stadtbevölkerung, er eignet sich für ausgedehnte Spaziergänge und am Teich werden Bootsfahrten angeboten.


altes Schloss

Der Schlosspark, der ein ausgedehntes Jagdgebiet war, stammt schon wie das alte Schloss aus dem 13. Jahrhundert und war im Besitz der Herren von Lachsenburg. Als dieses Geschlecht im 14. Jahrhundert ausstarb, kamen die Besitzungen in die Hände der Habsburger. Albrecht III. baute das Jagdschloss um und aus. Später verfiel aber das Gebäude, bis es unter Leopold I. durch den Baumeister Lodovico Burnacini renoviert und barockisiert wurde. Bei der Zweiten Türkenbelagerung wurde es nochmals zerstört, aber bereits 1693 wieder aufgebaut und um ein Geschoß erhöht. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurden die ursprünglichen Wassergräben zugeschüttet.
In einem Turm war eine Kapelle eingerichtet. Sie wurde bereits 1332 erwähnt. Laut Stiftsbrief wurde 1389 eine neue Kapelle errichtet. Statuen wurden aus der Kapelle am Leopoldsberg hierher gebracht. 1755 wurde die Kapelle barockisiert und die Einrichtung der Wiener Salesianerkirche St. Anna hierher verbracht. Bis zum Ersten Weltkrieg diente das Schloss neben dem neuen Schloss als Frühlingsresidenz der Habsburger.
In den 1970er Jahren wurde das Gebäude inklusive der Kapelle durch die Laxenburg Betriebsgesellschaft nach den Schäden, die im Krieg und in der Nachkriegszeit entstanden, gründlich renoviert. Im Alten Schloss befindet sich seit 1970 ein Teil des Filmarchivs Österreich. Die Kapelle wird heute für Konzerte, Hochzeiten und andere Festlichkeiten genutzt.


Franzensburg

Bereits 1798 wurden „altertümliche Bausteine von Ruinen und Klöstern zum Aufbau einer Ruine im Park zu Laxenburg“ besorgt, unter anderem gelangten Glasfenster des aufgelassenen Klosters Säusenstein an der Donau, ferner Baumaterial vom Kloster Waldhausen und der Capella Speciosa in Klosterneuburg, ein. Am 15. Oktober 1801 fand die Einweihung der Kapelle statt, am selben Tage wurde die Eröffnung der Franzensburg vorgenommen. Die eigentliche Bautätigkeit zog sich allerdings noch hin, und die Vollendung der Franzensburg erfolgte erst Ende 1835. Mit der Franzensburg ist ein Bauwerk erhalten, das abseits der offiziellen akademisch-klassizistischen Linie, fernab höfischer Repräsentation in der Atmosphäre der Privatheit des englischen Parks von Laxenburg geschaffen wurde.
Für Besucher ist die Franzensburg im Rahmen von Führungen in der Zeit von Ostern bis Anfang November geöffnet.


gotische Brücke

Die größe und höchste Brücke im Schlosspark ist dem Rittergau zugehörig und wurde 1810 erbaut. In Nachbarschaft zur Grotte, die das Naturwerk symbolisieren soll, steht diese Brücke für das Kunstwerk.


große Felsenkaskade

Mit der großen Felsenkaskade und der daran angrenzenden Gebirgslandschaft hat ein Hauch alpines Gelände im Schlosspark Laxenburg Einzug gefunden. Auch dieses Element entspricht ganz dem romantischen Gedankengut des 19. Jahrhunderts. Neben den beiden Brücken hat sich einst das „Fischerdörfl“ befunden, die mächtigen Altbäume stammen noch aus dieser Zeit. Bei diesem Dörfchen aus einfachen Strohhütten ging die kaiserlichen Familie zur Zerstreuung dem Fischereihandwerk nach.


Grotte

Hier sollte um 1800 eine Kopie der Ruine Habsburg, dem Stammsitz der damals herrschenden Familie, errichtet werden. Aus Kostengründen wurde dieses Projekt wieder verworfen, die an dieser Stelle realisierte Grotte ist jedoch ein wichtiges Zeugnis der romantischen Gartenkunst des frühen 19. Jahrhunderts.
Am Fuße der Grotte befindet sich das Sophiental, das seit mehr als 200 Jahren über eine wertvolle Ausstattung mit Nadelhölzern verfügt.


Haus der Laune

Dieses kuriose und viel umrätselte Bauwerk wurde in den späten neunziger Jahren des 18. Jahrhunderts erbaut. Heute existieren nur mehr die Grundmauern. Nach den Verwüstungen der französischen Besatzungsmacht im Jahre 1809 wurde das Bauwerk 1814 als biederes „Lusthaus im Eichenhain“ innen und außen erneuert. Seit den sechziger Jahren unseres Jahrhunderts sind die vorhandenen Reste immer weniger sichtbar.


Kaskadenbrücke

Der rund 2.000 Meter lange Forstmeisterkanal stellt den Hauptzufluss für den großen Schlossteich dar. Dieses streng geometrische Element steht etwas im Widerspruch zum gedankengut des Landschaftsgartens. Bei der Kaskandenbrücke „stürzt“ nun das Wasser über die große Kaskade auf das Niveau des Schlossteichs.
Die zwei Flügelmauern mit den beiden Sphingen und das angrenzende Hafenbecken stammen wohl aus dem späten 18. Jahrhundert und trennen zwei Welten der Gartenauffassung; zwischen imposanter Geometrie und lieblicher Teichlandschaft.


Kolossalbüste von Kaiser Franz

Die Büste von Kaiser Franz war schon um die Zeit des Wiener Kongresses auf dem „Einsiedelei-Platz“ geplant, jedoch erst nach dem Tod des Herrschers verwirklicht worden. Die Stadt Mailand hat diese von Bildhauer G. B. Comolli geschaffene Marmorbüste auf einem Granitsockel schon zu Lebzeiten des Kaisers der Kaiserin Karoline Augusta geschenkt, sie wurde jedoch erst 1836 in Laxenburg aufgestellt.
Die lateinische Inschrift auf der Vorderseite lautet ins Deutsche übersetzt:
„Franz, Kaiser von Österreich, geboren in Florenz am 12. Februar 1768, gestorben zu Wien am 2. März 1835.“
Auf der Rückseite steht:
„Dem wahrhaft weisen hochsinnigen Kaiser, welcher sich in diese, von ihm wunderbar gepflegten Gärten von den Regierungsgeschäften zur Erholung zurückzog. Er kannte die Namen und Abstammung der Pflanzen und Bäume. Sein frommer und einfacher Sinn pflegte sich an der Naturschönheit seines Aufenthaltsortes und an den ländlichen Unterhaltungen zu ergötzen. Die über seinen Tod


Laxenburg-Express

Erleben Sie den Schlosspark Laxenburg bei einer Fahrt mit der Panoramabahn, dem sogenannten „Laxenburg-Express“. In der Saison von März bis Oktober ist eine Betriebszeit zwischen 10.00 und 18.00 Uhr vorgesehen.


Rittergruft

Die Rittergruft liegt am Rande des Eichenhaines und „sieht aus, wie ein in die Erde versunkenes Gewölbe, dessen mächtiges Walmdach inmitten einer Gruppe schlanker Säulenpappeln auf den Boden zu sitzen kam“. Im Jahre 2012 wurden diese Säulenpappeln neu gepflanzt und die Ritterguft hat damit ihr romantisches und verträumtes Umfeld wieder zurück erhalten.


Schlossteich

Die Wasserfläche des Schlossteich nimmt mit ca. 25 ha fast ein Zehntel des gesamten Parkareals ein. Die romantische Teichlandschaft verfügt über sieben Inseln. Sechs dieser Inseln sind unterschiedlich bepflanzt worden, die siebente Insel trägt das „kleine Schatzhaus Österreich“ – die Franzensburg.
Im Sommer wird von Ostern bis Anfang Oktober eine Bootsvermietung angeboten. Von Ostern bis Allerheiligen wird die Verbindung vom Festland mittels Fähre ermöglicht (gegen Entgelt), im Winter ersetzt ein Steg diese traditionelle Fähre.
Im Schlossteich selbst tummeln sich eine große Anzahl an Fischen verschiedener Arten. Nicht nur die im Schlosspark heimischen Vögel und Tiere leben von diesem Fischbestand, der Teich wird auch vom Tiergarten Schönbrunn als Nahrungsreservoir für die in Schönbrunn lebenden Tiere genutzt.
Es versteht sich also von selbst, dass Fischen aus diesen Gründen daher in den Gewässern des Schlossparks ebenso verboten ist wie das Baden.

weitere Infos unter
Wikipedia und
http://www.schloss-laxenburg.at
Wiener Straße 5, 2361 Laxenburg


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